Stellen Sie sich vor, ein Forscher würde einem Menschen AIDS-Viren injizieren, um dann neue Medikamente an ihm auszuprobieren - mit unbekannten Nebenwirkungen.
Doch täglich werden Affen, Mäuse, Ratten, und viele andere Tiere - darunter übrigens auch Haustiere, wie Kaninchen, Meerschweinchen, Katzen und Hunde - auf diese Art und Weise behandelt. Man injiziert ihnen Viren und Bakterien, lässt bösartige Geschwulste entstehen, erzeugt Herz-Kreislauf-Erkrankungen,...
Darin heißt es schließlich ja auch nur, vermeidbare Leiden sollten von Tieren abgehalten werden. Und solche Versuche fallen unter die Kategorie "unvermeidlich".
Auch die Art, wie mit den Tieren bei den Versuchen umgegangen wird, ist äußerst bedenklich. Man zerstört das Nervengewebe der Tiere - sei es im Gehirn oder Rückenmark - was mit Sicherheit nicht schmerzfrei ist. Nachdem die Tiere dann querschnittsgelähmt sind, versucht man die gelähmten Nerven mit Stromimpulsen zu "stimulieren". Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist auch diese Behandlung alles andere als schmerzfrei!
Es ist umso unverständlicher, wieso die Tests noch immer durchgeführt werden, obwohl genügend Alternativ-Methoden entwickelt wurden.
Das so genannte In-vitro-Verfahren gibt es schon seit über 10 Jahren. Dabei werden die Versuche nicht an fühlenden Wesen durchgeführt, sondern an Zellkulturen, die speziell für diese Forschung gezüchtet wurden.
Die nach meiner Meinung humanste Methode ist jedoch jene am PC. Die Wissenschaft hat inzwischen genügend Informationen über die menschliche Anatomie und Biologie zusammengetragen, dass damit die beste Forschungssoftware entwickelt werden könnte.
Die unverständlichste Art von Tierversuch jedoch ist jener, der für die Entwicklung neuer Kosmetik durchgeführt wird.
Es gibt eine Liste, in der alle Unternehmen aufgeführt sind, die für die Entwicklung ihrer Produkte keine Tierversuche durchgeführt haben. Die Adresse, woher Sie diese beziehen können finden Sie unter der Rubrik "Einfach mal vorbeisurfen".
Die Empörung wäre groß.
Die Liste der Versuchsreihen ist lang - trotz verschärftem Tierschutzgesetz.
Welches Leid die Tiere dabei erfahren sieht niemand.
Es fragt sich auch keiner, ob der Mensch die Berechtigung hat, Lebewesen auf diese oder sonstige Art, Leid zuzufügen. Hat die Menschheit das Recht, eine Krebserkrankung bei einem anderen Lebewesen auszulösen, nur um dann überprüfen zu können, wie entwickelte Medikamente auf die jeweilige Spezies wirken? Und dies, obwohl meist äußerst fraglich ist, ob sich die erzielten Ergebnisse auf den Menschen letztlich auch übertragen lassen.
Tierschutz ade? - Sobald es um solche Tests geht, muss man sagen, leider ja.
Es gibt schon solche Programme und sie werden auch schon angewandt. Jedoch ist der Tierversuch noch immer die erste Wahl, wenn es um das Erproben von neuen Medikamenten oder Behandlungsmethoden geht.
Solche Versuche sind nicht nur ebenso bedenklich wie jene für die Medizin, sondern sie sind tatsächlich völlig überflüssig.