Mission
Franken-
stein

...oder schnell mal Gott ins Handwerk pfuschen...

Klonschafe, genetisch aufgewertete Nutztiere, genveränderte Pflanzen - in den USA heute schon teils traurige Realtität!
Bei uns NOCH Zukunftsmusik, obwohl die Politik mehr und mehr die Schranken öffnet für "Verbesserungen" in dieser Art! Die Artenvielfalt hängt von der Einzigartigkeit der Gene ab. Jede Art hat eine unterschiedliche Anordnung dieser kleinen Bausteine des Lebens.

Wie so oft in unserer Gesellschaft, wird aus Profitgier nicht mit dem Vorlieb genommen, was die Natur hergibt. Vielmehr wird die Leistung von Pflanzen "optimiert", um dadurch u.a. Gifte einsetzen zu können, mit denen man beispielsweise so genannte Unkräuter vernichten kann, ohne dass dann die Nutzpflanze Schaden nimmt. Dadurch wäre auch eine Reduzierung der Unkrautvernichtungsmittel möglich.
Im ersten Moment könnte man jubeln, wenn man dies als Umweltschützer hört.
Doch schaut man sich die Art genauer an, welche Folgen die Veränderung des Erbguts einer Pflanze haben kann, so läft einem ein eiskalter Schauer den Rücken herunter.
Schließlich bedeutet diese Veränderung der Gene nämlich auch, dass eine Weiterverbreitung jener veränderten Genmasse möglich ist.
Wenn nun beispielsweise artverwandte Pflanzen, die wild als "Unkraut" neben den angebauten, genveränderten Pflanzen wachsen, über die Bestäbung durch Bienen und anderen Insekten, die veränderte DNA (Erbgut) aufnehmen so entsteht eine deutliche Gefahr. Denn man stelle sich vor, das "Unkraut" mutiere zu einem resistenten Pflänzchen. Damit müsste am Ende noch mehr und eventuell deutlich teureres Gift eingesetz werden, um die Pflanzen zu bekämpfen.

Und dies ist noch lange nicht die größte Gefahr, die von der Veränderung der Gene ausgeht. Schließlich weiss niemand, wie sich eine Veränderung bestimmter Gene auf die Natur und vor allem auf denjenigen auswirkt, der das optimierte Lebensmittel verzehrt - sei es nun ein Tier oder ein Mensch.
Welche Risiken solche Eingriffe in die Natur haben kann, zeigte neulich die BSE-Krise. Damals meinte man, man müsse einem reinen Pflanzenfresser tierische Eiweisse verfüttern. Und was dabei herauskam ist allseits bekannt. Im Übrigen hat man hieraus wohl nicht so recht gelernt, denn anderen Tieren - ebenso reinen Pflanzenfressern - werden weiterhin tierische Eiweisse verfüttert.
Man stelle sich nun jedoch vor, welche Risiken erst die Veränderung Erbgut mit sich bringen kann. Schließlich beabsichtigt man nichts anderes, als nach maximal 30 Jahren intensiver Forschung und einigen Versuchen Gene zu verändern, die sich im Laufe von Milliarden von Jahren in Folge der Evolution angeordnet haben.

Und nun einmal von den Sicherheitsaspekten abgesehen. Wie sieht es mit den moralischen Gesichtspunkten aus? Haben wir ein Recht darauf, Tiere so zu formen, wie wir dies wollen? Die Diskussion, ob menschliche Embryonen geklont oder deren Gene verändert werden dürfen, wurde schon - wenn auch nicht ausführlich - geführt.
Der deutsche Bundestag hat jenes reproduktive Klonen und eine derartige Forschung an menschlichen Embryonen vorerst verboten.
Wir durften darüber beraten, disskutieren. Dass jedoch an Tieren jenes Klonen schon seit Jahren praktiziert stört in dieser Gesellschaft weder die Politiker, noch die Forscher. Dies ist ein Missstand, der beseitigt werden muss. Eine Veränderung der Gene an Tieren kommt einer Verstümmelung von Lebewesen gleich.
Das Tierschutzgesetz verbietet dieses einerseits - andererseits ist es den Forschern schon seit Jahren erlaubt. Und an die Interessen der Tiere hat - wie so oft - niemand gedacht! Niemand hat sie gefragt, ob sie querschnittsgelähmt oder krebskrank, vielleicht mit Osteoporose oder aidsinifziert geboren werden wollen. Ist dies zivilisiert oder gerecht?
Sind Menschen zivilisierter als Tiere? Diese Frage sollte sich der Mensch zuerst einmal stellen, ehe er die so genannten "Tiere" als Sachgüter abstempelt. Im Übrigen handelt es sich beim Menschen auch um ein Tier - ein Säugetier nämlich. Das sollte er nach meiner Meinung nicht vergessen.


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