Irakkrieg!
Krieg gegen den Terror
Krieg für die Freiheit
Glaubenskriege
Kriege ums Öl
Es gibt viele Gründe, Krieg zu führen und die jeweiligen Kriegsgegner werden nicht müde darin, neue Gründe zu finden, um Morde zu begehen.
Meist handelt es sich bei Kriegen der Neuzeit um einen Krieg für die Vorherrschaft in einem bestimmten Terraint, in dem Öl oder andere Bodenschätze lagern.
Man gibt es zwar nicht offen zu, spricht von der Befreiung und Demokratisierung.
Jedoch käme niemand auf die Idee, ein Land ohne jegliche Bodenschätze von einer Terrorherrschaft zu befreien - oder eben von Terroristen.
Wie dem auch sei, werden bald Kriege um jenen Stoff, der giftig für alles Leben ist, deutlich zurückgehen.
Und jenes schwarze Gold wird endgültig zu schwarzem Gift verkommen.
Die Kriege der Zukunft werden um Wasser und fruchtbares Land geführt werden.
Welch eine absurde Vorstellung - nicht wahr?
Ein blauer Planet, bestehend aus Unmengen von Wasser, wurde so weit heruntergewirtschaftet und ausgebeutet, dass er zwar große Mengen an Salz- jedoch nur noch geringe Mengen von Süsswasser hergeben wird.
Die Gründe sind verschieden.
Zu allererst steht die Verschwendung. Sehr gerne lässt man heute in den Industriestaaten noch immer das Wasser in Strömen fließen. Es gibt ja genug davon und falls mal die Flaschen im Supermarkt ausverkauft sind, dreht man eben den Wasserhahn auf und genießt das kühle Nass...
Gut und schön. Doch was, wenn auch bei uns bald das Wasser knapp wird?
Die Konflikte im "Nahen Osten" sind trotz seiner Bezeichnung relativ weit von unserer Wahrnehmung entfernt.
Man gewöhnt sich an die kalten Zahlen getöteter Zivilisten - sei es durch Terroristen oder aber durch westliche Präzisionsbomben.
Die Toten sind uns gleich geworden. Denn es gibt so viele von ihnen auf der Welt. Jeden Tag!
Und schließlich befindet sich die Welt im Krieg gegen den Terror...
Da werden schonmal Menschenrechte mit Füßen getreten, da fliegen schon mal Raketen in ein vollbesetztes Krankenhaus. Da stoßen schon mal Politiker offenherzig Drohungen gegen Nachbarländer aus, die Infrastruktur um 20 Jahre zurückzubomben.
Ja, es kommt schon mal vor, dass demokratische Staaten in einen anderen demokratischen Staat einmarschieren, dort einige Dörfer dem Erdboden gleich machen und gegnerische Menschen als (den für Menschen abfälligen Begriff) Tiere titulieren.
All dies geschieht in unserer Welt - doch weit entfernt von unseren Grenzen.
Europa ist friedlich. Es gibt keinen Krieg! Zum Glück.
Noch nicht.
Doch man stelle sich folgendes katastrophales, aber durchaus nicht utopisches Geschehen vor.
Wir schreiben den 12. Juni des Jahres Zweitausend-x
Super-Mega-TV, die 20:00 Uhr-Nachrichten.
Der Nachrichtensprecher erscheint auf dem überdimensionalen Bildschirm und ein holographisches Bild baut sich synchron neben ihm auf.
Zu sehen sind brennende Innenstädte von Melilla und Ceuta.
Der Sprecher beginnt mit ernster Mine.
"Guten Abend meine Damen und Herren,
die Angriffe der Allianz der afrikanischen Freiheit haben auch heute angedauert.
Nachdem die Allianztruppen inzwischen Èvora unter heftiger Gegenwehr eingenommen haben, nähern sie sich nun Lissabon.
Während die Verbundstruppen Nordeuropas Gegenangriffe gestartet haben, hat die vereinte spanisch-portugiesische Armee nun an einer zweiten Front zu kämpfen.
Rund um Madrid sind heute Unruhen ausgebrochen.
Die spanische Untergrundbewegung verde campo hat mehrere Hotels attackiert, Regierungsgebäude stehen in Flammen.
Der Sprecher der Bewegung sagte einem bewegungstreuen Rundfunksender, man werde die Angriffe erst einstellen, wenn die Wasserversorgung im Land wieder hergestellt werde, Entsalzungsanlagen installiert seien und damit Ackerbau zumindest an der Küste wieder möglich werde."
Auf dem Hologramm erscheint das Bild eines bärtigen, in ein großes Kopftuch gehüllten Mannes, der seinen dürren, braun gebrannten Zeigefinger drohend auf und ab bewegt.
"Es kann nicht sein, dass Menschen Tag für Tag in unserem Lande verhungern und verdursten. Das muss endgültig ein Ende haben!"
Der Sprecher fährt fort...
"Die Kämpfe beschränken sich zunehmend auf die Nacht, da die Tagestemperaturen von annähernd 55°C im Schatten zu sehr an den Kräften zehren."
Ein anderes Bild erscheint auf dem Hologramm, das eine von Wasser überflutete Stadt zeigt.
Der Nachrichtenmoderator kommentiert:
"Amsterdam
Die völlige Evakuierung der Stadt ist inzwischen abgeschlossen, seit der Deich den gestiegenen Wassermassen der Nordsee nicht mehr standgehalten hat.
Millionen Menschen leben nun in Notunterkünften des Europäischen Roten Kreuzes, die unter anderem rund um Apeldoorn, Enschede und Duisburg errichtet wurden.
Nun befinden sich annähernd 15 Millionen Menschen als Binnenflüchtlinge in Flüchtlingslagern der Ostniederlande und Westdeutschlands.
Auch dort kam es zu ersten Krawallen.
Die Flüchtlinge beschwerten sich lautstark wegen fehlender Hygiene , fehlendem Wasser und vor allem dem Fehlen von vitaminhaltigen Lebensmitteln.
Nordrhein-Niedersachsens Ministerpräsident Horst Müller dazu..."
Ein Mann erscheint auf dem Hologramm mit grauen Haaren und eingefallenem Gesicht.
"Wir sind bemüht die humanitäre Lage der Menschen in den Flüchtlingslagern zu verbessern. Es gibt allerdings momentan Engpässe in der Lebensmittelversorgung Ostdeutschlands aufgrund der Ernteausfälle im Mitteldeutschen Trockengebiet und des griechisch-türkischen Krieges, weshalb unsere Lieferanten im Balkan ihre Früchte leider über den kontinentalen Umweg liefern müssen. Das heißt, die meisten Zitrusfrüchte verderben, einige Transporte wurden auch von russischen Freischärlern überfallen und ausgeraubt."
Der Sprecher übernimmt wieder das Wort.
"Der Sprecher der außerparlamentarischen Ostopposition sagte hierzu folgendes:"
Ein jüngerer Mann am Rednerpult in einer großen Halle ist zu sehen, der ein ernstes Gesicht macht und die Hand zur Faust ballt.
"Es kann nicht sein, dass unsere ostdeutschen Bürger sich das Essen vom Munde absparen, während wir Flüchtlinge durchfüttern.
Wer eine derartige Politik betreibt, der muss davon ausgehen, dass sich die Ostdeutschen das nicht länger gefallen lassen werden. Notfalls brennen Barrikaden!"
Eine Menge vor ihm jubelt und der Nachrichtensprecher bemerkt, das könnte sehr leicht zu einem Flächenbrand werden...
Eine "schöne" Zukunft, oder?
Sicher, vielleicht etwas zu schwarz gemalt.
Jedoch ist es eine nicht ganz so abwegige Variante.
Die Wüste wird sich ausbreiten, der Mittelmeerraum früher oder später so heiß und trocken werden, dass Landwirtschaft nicht oder nur mit enormem Aufwand möglich sein wird.
In Afrika wird durch die steigende Hitze der Hunger und die Not noch größer. Schon heute versuchen regelmäßig Flüchtlinge nach Europa zu gelangen über die Enklaven Ceuta und Melilla.
Schaut man sich an, wie schnell die Gletscher am Festland schmelzen, wird einem klar, dass früher oder später der Meeresspiegel steigen wird.
Resultat: Überflutung von küstennahen Städten. Amsterdam wäre davon ebenso betroffen, wie Den Haag und viele, viele andere Städte in Deutschland und weltweit.
Inseln werden in den nächsten Jahrhunderten versinken.
Tuuvaluu - eine Inselgruppe, die auch eigener Staat ist, hat 10.000 Bewohner und wird in etwa 50 Jahren im Meer verschwinden!
Wenn alle Festlandgletscher schmelzen, wird der Meeresspiegel um bis zu 7 Meter steigen. Das ist enorm!
Im Gegensatz zum Meer werden die Flüsse wohl immer weniger Wasser führen. Auch in Deutschland.
In Ostdeutschland regnet es in den letzten Jahren deutlich weniger.
Sollte sich der Trend fortsetzen, wird man - laut Aussage rennomierter Forscher - sehr bald vom Mitteldeutschen Trockengebiet sprechen.
Der Anbau von regionalen Sorten ist dann nicht mehr möglich.
Einzig wirtschaftliche Alternative (laut Landwirten): Mais und Soja!
Der Klimawandel - und das haben selbst schon hochrangige Offizielle erkannt, die keiner Lobby unterworfen sind - stellt die Existenz der menschlichen Zivilisation in Frage!
Das ist mehr als nur eine Horrophantasie! Es ist die pure Realität.
Dabe wäre die unsere Zivilisation nicht die erste, die eine Klimaveränderung überstehen müsste.
Die Maya, das Reich von Akad - ja, selbst das Ägyptische Reich - all diese teilen ein gleiches Schicksal.
Sie alle - und noch viele mehr - sind nachweislich aufgrund tiefgreifender klimatischer Veränderungen schlagartig verschwunden , wurden zerschlagen, bekriegten sich selbst. Der Grund: Dürre! Darauf folgten Hunger und Durst, Missgunst, Hass, Wut, Gewalt und Tod!
Dies waren reguläre, zeitlich begrenzte und vor allem regional begrenzte "Klimawandlungen".
Die unsere ist global, vom Menschen selbst gemacht und alles andere als begrenzt.
Selbst, wenn wir jetzt alle Emissionen schlagartig abschaffen würden, würde die volle Auswirkung auf das Klima erst in einigen Jahrzehnten ihren Höhepunkt erreichen.
Machen wir so weiter, so sei an die Worte des ägyptischen Weisen Ipuwer erinnert.
"Seht nur, die Wüste holt sich das Land! Städte werden verheert! Menschen verhungern! Die vornehme Frau leidet ebenso wie die gemeine Magd! Seht nur - die, die einst bestattet wurden, werden jetzt den Geiern zum Fraß übergegeben...!"
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