IM GARTEN...

Kürzewürze

-Keine Pestizide
-Keine Herbizide
-Keine Fungizide
-Keine Kunstdünger
-Torffreie Pflanzerden
-Artenvielfalt
-Nützlinge "nutzen"
-Unterschlupf fü Tiere schaffen
-Naturteich anlegen
-Blumenwiese säen
-Nistkästen aufhängen

Viele Möglichkeiten, die Artenvielfalt zu schützen tun sich im Garten auf.
Das Anpflanzen möglichst heimischer Blühpflanzen als Nektarspender hilft nicht nur den verschiedenen Tag- und Nachtfalterarten.
Neben ihnen und den bekannten Bienen, Wespen und Hornissen sind es vor allem auch Käfer, die von dem Nektar leben.

Von ihnen widerum ernähren sich viele Vögel. Somit wären wir bei einer weiteren Möglichkeit des Artenschutzes angelangt.
Aufgrund der Abholzung vieler Stäucher und vor allem Bäume, die als Nistplätze für die heimischen, gefiederten Freunde dienen, ist auch deren Lebensraum teils akut bedroht.
Daher ist es sehr sinnvoll, den fliegenden Geschöpfen einen grünen Nistplatz zur Verfüung zu stellen. Geeignet hierfür sind vor allem Eiben und der so genannte Feuerdorn, aber auch Faulbäume, Heckenberberitzen, weiße Schneebälle, dicht wachsendes Efeu, Wilder Wein, Jelängerjelieber - sowie alle anderen, dicht werdenden Gewächse.

Auf chemische Pflanzenschutzmittel sollte im Garten gänzlich verzichtet werden - auch auf jene, in deren Gebrauchsinformationen von "bienenfreundlich" oder "nützlingsschonend" die Rede ist. Denn jene
Informationen sind sehr oberflächlich.
Bienenfreundlich bedeutet nur, dass die Honigbiene geringe Dosen dieses Giftes aufnehmen kann, ohne daran zu sterben. Die vielen Wildbienenarten, Wespen, Hornissen und Hummeln bleiben meist außen vor.
Gleiches gilt im Übirgen auch für die so genannte Nützlingsfreundlichkeit. Wer definiert den Begriff "Nützling"? - Jener Chemiegigant, der seine Pflanzenschutzmittel verkaufen möchte. Wieso sollte man dort für eine besonders nützlingsschonende Behandlung sorgen? Schließlich sind jene Nützlinge geschäftsschädigend. Denn je mehr Nützlinge vorhanden sind, desto weniger Pflanzenschutzmittel werden benötigt!

Vielmehr sollte man auf natürliche Mittel zurückgreifen. Gegen Schädlingsbefall, wie der von Blatt und Schlidläusen, helfen Mittel aus den Früchten des Neembaumes, aber auch Produkte aus Schmierseife.
Diese müssen zwar etwas öfter angewandt werden, aber sie töten beispielsweise den Nützlingsvertilger Marienkäfer nicht. Und dies führt letztlich dazu, dass sich Nützlinge vermehrt ausdehnen können und somit nach einiger Zeit deutlich weniger Schädlingsbekämpfung nötig ist.

Zum Schutz vor Schnecken ist die Anlage von so genannten Schneckenzäunen möglich. Aber auch das Ausstreuen von Holzspänen, das Anpflanzen von Moss oder verschiedenen, anderen schneckenabwährenden Pflanzen bieten sich ebenfalls als Möglichkeiten an.
Zudem ist es sehr sinnvoll, Gärten igelfreundlich zu gestalten. Denn jene stacheligen Tiere vertilgen Schnecken, ebenso wie Mäuse, was letztlich mehr nutzt, als das Ausbringen von Gift. Es ist nicht nur ungefährlich, sondern sogar noch deutlich kostengünstiger!
Igel benötigen Gestrüpp zum Verstecken, oder aber auch alte Holzstapel. Ebenso ist es möglich, Igelkästen zu bauen. Diese werden dann mit Stroh gefüllt. Zwar ist jene Anlage eigentlich für den Winter gedacht, aber es kommt auch vor, dass sich eine werdende Igelmutter jene Überwinterungsmöglichkeit als Geburts- und Aufzuchtsort aussucht.

Es gibt noch weitere Möglichkeiten, im Garten für den Schutz der Natur zu sorgen. So ist die Anlage eines Naturteiches möglich. Achten Sie jedoch in jedem Fall darauf, dass jenes Gewässer an seiner tiefsten Stelle mindestens 1 m Tiefe haben sollte, wenn Sie mit dem Teich Frösche und Molche ansiedeln wollen. Denn diese Tiefe wird wegen des Frostes benötigt.
Außerdem sollte es sich um ein stehendes Gewässer handeln, das mit verschiedenen Teichpflanzen, wie der Wasserpest, der Wassernuss, Sumpfdotterblumen, Blutweiderich, Rohrkolben und vor allem Froschbiss bepflanzt werden sollte. Diese Wasserpflanzen fungieren als natürlicher Filter und verhindern somit ein "Umkippen" des Teiches.
Die Haltung von Fischen in dem Teich kann dafür sorgen, dass Froschlaich oder die daraus schlüpfenden Kaulquappen den Fischen als Lebensfutter dienen und sich daher keine Amphibien ansiedeln. Daher ist es sinnvoll, in den Teich keine Tiere einzusetzen. Das Leben kommt schneller in das Gewässer, als man glaubt.
Zuerst tauchen die flugfähigen Ruderwanzen auf, dann siedeln sich in der Regel Wasserkäfer an, Libellen legen Eier ins Wasser ab und nach einiger Zeit wird der erste Frosch ins Wasser platschen.

Doch außer diesen gibt es noch weitere Möglichkeiten, im Garten einen Lebensraum für viele Arten zu schaffen. Diese aufzuzählen würde den Rahmen sprengen. Jede noch so kleine Maßnahme kann sehr positive Auswirkungen auf die Vielfalt haben. Probieren Sie es einfach mal aus...

Achten Sie jedoch darauf, dass Ihr natürliches Refugium nicht zum Tod von anderen Biotopen beiträgt.
So sollten Sie Torf tunlichst nicht verwenden. Weshalb lesen Sie hier


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