Eiszeit?

Alle Welt spricht von einer Klimaerwärmung und dieser Mensch, der da auf der Seite"aktion-artenschutz.de" schreibt, faselt etwas von einer Eiszeit? Wo steckt da die Logik?, fragen Sie sich jetzt vielleicht.
Das fragte ich mich auch, bis ich eine begonnene Diskussion über eine eventuelle ungeahnte Folge der Klimaerwärmung, mitverfolgte.

Tatsächlich ist wohl nicht auszuschließen, dass wir mit einer stetigen Klimaerwärmung auf längere Sicht auf eine Eiszeit zusteuern - so unlogisch dies auch zunächst klingt.

Alles hat jedoch mit dem Golfstrom zu tun - einer Meeresströmung, die uns warmes Wasser von den tropischen und subtropischen Gebieten bringt, während relativ kaltes Wasser logischerweise zurückströmt in jene warmen Gewässer.
Diese Meeresströmung sorgt bei uns für mildere Temperaturen und in den Tropen wirkt sie etwas kühlend.

Der Kreislauf funktioniert rein physikalisch. Das Wasser aus dem Atlantik vor der Küste Süd-Amerikas ist warm und strömt über das kühlere hinweg in Richtung Norden.
Dort angelangt gibt es seine Wärme ab und sinkt allmählich nach unten in die Tiefe des Meeres.

Da das fehlende Wasser vor Südamerika ausgeglichen werden muss, fließt das abgekühlte Nass am Meeresboden oder etwas darüber wieder zurück in die Meeresregion vor dem südamerikanischen Kontinent.
Dort erwärmt es sich wieder und steigt auf, senkt also dort die Temperaturen, da es die Wärme in sich aufnimmt.

Dies habe ich in einen kleinen Diagramm noch einmal nachfolgend dargestellt.

Alles funktioniert perfekt. Doch eine Erwärmung des Klimas führt unweigerlich dazu, dass sich auch das Meer erwärmt. Zudem fließen große Mengen Süßwasser in die Meere, bedingt durch die Gletscherschmelze im Nordpolargebiet. denn diese Gletscher bestehen nicht etwa aus Meeres-, sondern größtenteils aus "Regenwasser", das in Form von Schnee vom Himmelgefallen ist und sich im Laufe der Jahrtausende verfestigt hat.

So spielen zwei Faktoren zusammen, die zu einem Zusammenbruch oder einem Stocken des Golfstromes führen könnten.
Steigt die Temperatur des Meeres, könnte es passieren, dass das abkühlende Wasser im Nordatlantik nicht mehr kalt genug würde, um abzusinken und am Meeresgrund zu den Gefilden vor Südamerikas Atlantikküste zu gelangen. Die Folge wäre ein Abbruch des Golfstroms.
Zusätzlich spielt das einfließende, salzarme Wasser eine größe Rolle. Salzarmes Wasser ist leichter als Salzwasser. Das bedeutet, dass ein Absinken des warmen Wassers im Nordatlantik zusätzlich erschwert würde, was ebenso zu einem Abbruch des Golfstromes beitragen würde.

Sollte der Strom wirklich abreißen, hätte dies katastrophale Folgen für unseren, sowie den südamerikanischen Kontinent. Die Durchschnittstemperatur würde in unseren Breiten deutlich sinken, ein Eispanzer auf dem skandinavischen Festland wäre die Folge. Und auch bei uns wären Sommer mit über 25 °C eine Seltenheit. Dafür würden die Winter deutlich kälter und wir bekämen Werte, die sonst an arktische Breiten erinnern.

Flora und Fauna, aber auch die Wirtschaft, müssten tiefgreifende Umwälzungen durchstehen. Eine Artenwanderung in wärmere Gebiete und ein teilweises Aussterben ganzer Arten wäre die Folge.
Die Landwirtschaft in Mittel- und Südeuropa würde zusammmenbrechen und müsste von Grund neu aufgebaut werden, da durch die Klimaänderung auch das mediterrane Klima am Mittelmeer betroffen wäre.

Sicher, ein Abbruch des Stromes ist noch nicht abzusehen. Blitzartig würde dies jedenfalls nicht vonstatten gehen. Aber binnen 50 Jahren wäre eine deutliche Abschwächung des Stroms möglich. Also - eisige Aussichten in einer Zeit der Klimaerwärmung!


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